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Thailand auf eigene Faust! Inselhopping in Thailand | 2-Wochen Reiseroute

Thailand gilt schon seit Langem als eines der beliebtesten Reiseziele für Jung und Alt, weshalb sich nicht umsonst immer mehr Menschen in das Abenteuer „Thailand“ stürzen. Und auch ich hab mich auf den Weg gemacht, um all die schönen Inseln und Paradiesstrände zu erkunden. Ich war zwar schon vor drei Jahren dort – aber jeder, der schon einmal dort war, weiß: einmal Thailand – immer Thailand. Gerade Backpacker sind in Thailand bestens aufgehoben – nirgendswo anders ist die Planung so easy, wie im asiatischen Raum. Und auch die vielen kleinen Inseln, sowohl in der Andamanensee als auch im Golf von Thailand bieten ideale Voraussetzungen, spontan von A nach B zu reisen – ebenso, wie es einem in dem Kram passt. Wer sich schon länger dachte „Jo, Thailand wäre ja mal MEGA“, aber nicht ganz weiter weiß, wie und wo sich alles organisieren und planen lässt, der darf mich gerne auf meiner Reise durch Thailand begleiten. Doch Achtung! Wir befinden uns in der Nebensaison – für mich die beste Reisezeit, um Thailand in Ruhe zu entdecken.

Planung & Anreise

Thailand bzw. das Königreich Thailand liegt im Südosten Asiens. Viele kleine Inseln zählt der Staat zu seinen eigenen. Einige davon sind unbewohnt – eine völlig unberührte Natur eben. Doch die, die bewohnt sind, bieten eine unglaubliche Vielfalt von Kultur und Natur an. Atemberaubende Kulissen, paradiesischen Strände und kolossale Felsen umfasst die Schönheit von Thailand. Ein Blick zwischen Luxushotels und kleineren Bambushütten zeigt Euch die wirklich unfassbar freundlichen Thais, wie sie dort leben und was sie glücklich macht.

Meine Reise durch Thailand begann eher ungeplant. Flüge gebucht und los ging’s. Da es meine zweite Reise in das asiatische Königreich war und ich von Deutschland aus nach Bangkok geflogen bin, kannte ich den doch eher stressigen Weg, um vom Norden in den Süden zu gelangen. Daher entschieden wir uns dafür, direkt in Phuket zu landen. Wie bereits erwähnt, befanden wir uns zeitlich in der Nebensaison – also etwas mehr Regen, dafür viel weniger Touristen. Obwohl ich noch nie zuvor in der Hauptsaison eine Thailandreise gestartet habe, bin ich der festen Überzeugung, die beste Reisezeit gewählt zu haben, gerade weil ich den Unterschied nicht kenne und es dennoch unglaublich toll war.

Bei den Flügen solltet Ihr immer wieder schauen und flexibel sein – denn Flüge nach Thailand müssen nicht teuer sein. Wir waren für Hin- und Rückflüge mit Etihad mit rund 500€ pro Person dabei. Geht billiger, geht aber auch deutlich teurer.

In Phuket gelandet, wurden wir schon fast von der feuchttropischen Luft „angebrüllt“ – es fühlte sich an, als würde man uns einen Föhn ins Gesicht halten. Nicht lange, und die ersten Schweißperlen bildeten sich auf unseren Gesichtern.

Wir hatten ein Hotel im Voraus gebucht, um zumindest die ersten zwei Nächte einen gemütlichen Schlafplatz zu haben. Informiert Euch am besten schon in  Deutschland, wie Ihr am besten vom Flughafen in den Süden von Phuket gelangt. Taxi? VIEL ZU TEUER! Unsere Wahl fiel auf einen Gruppentransfer am Flughafen. Wir mussten zwar einige Minuten warten, bis sich auch andere Gäste gefunden hatten, die in dieselbe Richtung reisten, aber das war das geringste Problem. 250 Baht pro Person haben wir für die 40 Kilometer lange Strecke pro Person bezahlt – etwas mehr als 5€.

Unser Tipp
Handelt ruhig und gebt Euch nicht mit dem ersten Preis zufrieden. Wir sollten ursprünglich 1000 Baht pro Person zahlen und das, obwohl selbst auf dem Preisschild 500 Baht pro Person verlangt wurden.

Phuket – Dschungel, Partys und lange Surfer-Strände

Phuket ist meiner Meinung nach der ideale Ausgangspunkt, wenn Ihr von Insel zu Insel hüpfen wollt. Zwar könnt Ihr auch in Bangkok landen und von dort aus einen günstigen Inlandsflug nach Phuket buchen (oder mit einem Bus runter in den Süden fahren), allerdings lohnt sich dies nur, wenn Ihr Bangkok auch besichtigen wollt. Da ich schon einmal dort war, kam dies nicht infrage. Phuket, die kleine Halbinsel im Süden von Thailand, ist sehr vielseitig und voller Menschen. Obwohl von Mai bis September offiziell Nebensaison ist, empfand ich es überhaupt nicht als leer – im Gegenteil, noch mehr Touris und ich hätte Phuket schnell wieder verlassen.
Nicole Leboch
Der Patong Beach in Phuket in der Nebensaison.

Wo kann man in Phuket übernachten?              

Eine pauschale Antwort gibt es da leider nicht. Ihr solltet Euch im Voraus Gedanken machen, ob Ihr lieber etwas ruhiger wohnen möchtet oder lieber das Nachtleben mitnehmen wollt. Wir waren sowohl die ersten beiden Nächte als auch die letzten drei Nächte in Patong, dem wohl bekanntesten Ort mit der größten Partyszene in Phuket. Unser erstes Hotel war jedoch ungefähr 3 Kilometer von der berühmt berüchtigten Bangla Road entfernt, sodass wir mit dem Roller in Kürze im Partygetümmel waren, aber auch weit genug entfernt, um nachts ruhig schlafen zu können. Unsere letzten drei Nächte verbrachten wir in der 99Residence – einem kleinen chinesisch angehauchten Hotel in der Nähe vom Jungceylon Einkaufszentrum.  

Wer lieber auf lange Partynächte verzichten möchte, sollte Kata Beach oder Karon Beach bevorzugen. Dort gibt’s zwar ebenso viele Restaurants, Bars und Geschäfte, allerdings auch ruhigere Strände, an denen mehr Familienurlauber ihre Zeit verbringen.Ich denke, Patong sollte jeder, der zumindest kurz in Phuket ist, gesehen haben.

Was kann man in Phuket unternehmen?

Die Antwort könnte lang werden. Eigentlich gibt’s es dort vieles zu entdecken: Märkte, Tempel, Affen – eben alles, was Ihr Euch von Thailand erhofft. Am besten mietet Ihr Euch direkt einen Roller und erkundet die Insel auf eigene Faust. Nur so könnt Ihr die Halbinsel zu Eurem ganz persönlichen Highlight machen.

Helm auf, Motor an und los geht’s! Frei Schnauze haben wir in Phuket vieles gesehen. Nur die schönen Strände haben uns etwas gefehlt, was allerdings auch am Wetter gelegen habebn könnte. Leider hatten wir an einem Tag sehr starken Wind und kurzeitig einen kleinen Monsun – aber hey, who cares? Einfach ein Regencape im 7Eleven kaufen und weiter geht’s.
Unser Tipp
Wir haben uns zudem die App „HERE WeGo“ heruntergeladen, da wir durch den Download der Thailand-Mappe, die Navigation auch offline nutzen konnten.
Nachdem wir enttäuscht vom Patong Beach abgehauen sind, ging es weiter zum Monkey Hill, einem Berg, der von mehr als hundert Affen als ihr zu Hause bezeichnet wird. Eines meiner Highlights und meiner Meinung nach ein Must-Have auf jeder Bucket List. Hier oben habt Ihr neben einer fantastischen Aussicht auch die Möglichkeit, die Äffchen zu füttern – wenn sie sich das Essen nicht selbst aus der Hand reißen.

Nicole Leboch
Der Monkey Hill ist ein Berg in Phuket, auf dem mehr als Hundert Affen leben.
Nicole Leboch
Der Monkey Hill ist ein Berg in Phuket, auf dem mehr als Hundert Affen leben. Diese fressen gerne Nüsse aber auch Erdbeer-Sahne-Bonbons!

Interessante Info
Adresse einfach ins Navi eingeben und den Berg hochfahren. Fahrt immer weiter hoch, auch wenn Euch das Navi bereits zum Stoppen verdonnert! Zwar sieht es im ersten Moment so aus, als würde bei den Bananenständen Ende sein, aber der richtige Monkey Hill ist noch viel weiter oben (zu Fuß ist das zu anstrengend – man bedenke die hohe Luftfeuchtigkeit).

Neben dem Patong Beach könnt Ihr auch noch den nahgelegenen Kata der Karon Beach erkunden, zwei sehr lange Strandabschnitte, die zum Chillen, Entspannen aber auch zum Surfen bestens geeignet sind. Vergleichsweise teuer war hier jedoch das Essen und Trinken. Aber auf dem Roller kann eben überall ein kurzer Stopp eingebaut werden.

Interessante Info
Alternativen zum Patong Beach:

  1. Tri Trang Beach
  2.  Freedom Beach
  3. Paradise Beach

Des Weiteren solltet Ihr auch dem allseits bekannten Big Buddha einen Besuch abstatten. Auch hier gelangt Ihr deutlich günstiger und ebenso einfach mit dem Roller hin als mit einer gebuchten Tour.  Schon auf dem Weg dorthin werdet Ihr von weitem die kolossale Statue des Buddhas sehen.

Unser Tipp
Zieht Euch passend an – das heißt: Knie und Schultern sollten bedeckt sein. Auch, wenn viele sich leider nicht dran halten, ist es immer noch eine religiöse Stätte, die sowohl von Touristen als auch von Backpackern mit Respekt behandelt werden sollte. Der Eintritt ist hier übrigens kostenfrei.
Nicole Leboch
Hier ist die für Phuket sehr bekannte Buddha-Statue zu sehen. Diese steht weit oben auf eine Berg und zählt als die größte in ganz Phuket.

In Phuket, aber auch überall sonst in Thailand, gibt es viele Reggae-Bars, die extrem gemütliche Chill-Areas anbieten. Ein kühles Chang-Bier, eine Runde Billard und Bob Marley in den Ohren – was will man mehr?

Vielleicht Party? Ja, gerade hier in Phuket an der besagten Bangla Road könnt Ihr nicht nur ohne Ende abfeiern – wenn Ihr wisst, was ich meine! Für alle, die davon noch nichts gehört haben: Stellt Euch diese „Road“ vor, wie den Ballermann gekreuzt mit dem Rotlichtviertel in Hamburg. Hier wird gefeiert, gelacht, getanzt und eben noch einige andere Dinge, bei denen ich nicht ins Detail gehen möchte. Wem die Begriffe „Ping Pong Show“ und „Fuck-Show“ (wobei Letzteres irgendwie selbsterklärend ist) eher fremd sind, der sollte sich vorab informieren, bevor er blind einer Einladung folgt. Es war lustig mitanzusehen, wie viele „Angebote“ gemacht werden, sich eine solche Show anzuschauen – amüsant aber auch eben sehr beängstigend, wenn man bedenkt, dass viele dieser Mädchen noch sehr jung sind.

Unser Tipp

1. Der Big Buddha 

Öffnungszeiten: Täglich von 08.00 bis 19.30 Uhr

Tipp: Der Ort eignet sich bestens für den Sonnenaufgang, als auch Sonnenuntergang!

2. Wat Chalong

Öffnungszeiten: Täglich von etwa 07.00 bis 17.00 Uhr

Tipp: Nicht verpassen sollte man den Aufstieg aufs Dach des grossen Chedi.

3. Karon View Point (Kata View Point)

Tipp: Dieser Aussichtspunkt lässt sich sehr gut mit einem Besuch am Laem Promthep kombinieren (Dieser ist jedoch meistens sehr gut besucht und dementsprechend sehr voll)

4.  Phuket Town

Öffnungszeiten: Wann immer Ihr möchtet.

Tipp: Sonntags findet auf der Thalang Road, das Herz von Phuket Town, ein großer Markt statt. Dafür werden sogar Straßen abgesperrt. Essen, Musik und handgemachte Waren gibt's dort zu erkunden.

5.  Bangla Road (Soi Bangla)

Öffnungszeiten: Mitten am hellichtne Tag ist hier nicht viel los. Der Trubel beginnt erst abends, ab 18 Uhr. Ab 01:00 Uhr schließen die Bars "offiziell" - inoffiziel haben die Bars und Discos bis in die späte Nacht geöffnet.

Tipp: Wer nicht viel Interesse am Innenleben der Bangla Road hat, sollte zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr vorbeischauen. Es es bereits viel los, ein wenig Alkohol ist geflossen, sodass es viel zu sehen gibt. 

Phuket Fazit:

Phuket ist super und besonders ideal für den Start einer Thailandreise gedacht, insbesondere wenn alles auf eigene Faust erkundet werden soll. Phuket Town ist ebenfalls schön und einfach mit dem Roller zu erkunden – haltet einfach dort an, wo es etwas Spannendes zu entdecken gibt. Hier seid Ihr Euer eigener Herr – und wenn es doch mal brenzlig wird, helfen die Thais sehr gerne weiter. Und auch die Gourmetfreunde unter Euch können sich in Phuket und am besten auf dem Food Market – täglich am Jungceylon Shoppingcenter – auf eine kulinarische Reise begeben. Einfach kosten und probieren. Viele Leckereien gibt es in kleinen Portionen – ich fand sowohl den Mais köstlich als auch die vielseitigen Fruchtshakes. Und weil Phuket so tierisch vielseitig ist, gibt es auf dem Food Market natürlich auch Insekten. Mhh! Wie Ihr lesen könnt, ist Phuket super vielseitig und ein wahrer Kulturshock zugleich. Es gibt einfach sehr vieles zu entdecken, weshalb wir Phuket immer wieder als Startziel nutzen würden.

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