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Oktoberfest - Das Schunkeln geht los! Wusstet Ihr schon? – Lustige Fakten zum Oktoberfest

Das größte und vielleicht beliebteste Volksfest der Welt hat am Wochenende begonnen. Damit ist es das 184. Mal, dass sich München einen blau-weißen karierten Mantel überzieht – inklusive Lederhosen natürlich. Alles ist geschmückt, die Brezn hängen und auch die weißen Würstl sind bereit ausgezutzelt zu werden. München zählt ja bekanntlich zu einer der schönsten Metropolen in ganz Deutschland und auch die bayrische Kultur ist das perfekte Spiegelbild, um das Oktoberfest in München zu feiern. Die „Riesen-Gaudi“ ist ein wahres Erlebnis, ein Volksfest der etwas anderen Art. Ohne Z-Promis als DJ oder DJane und dafür mit zahlreichen Blaskapellen, die auch den letzten Oktoberfestgast zum Schunkeln bringen. Etwas mehr als zwei Wochen wird hier getanzt, gelacht, gesungen, gegröllt, gegessen, gebaggert und getrunken was das Zeug hält. Ganz nach dem Motto: „Aber scheiß drauf, die Wiesn sind nur einmal im Jahr“

Wusstet Ihr schon? – Lustige Fakten zum Oktoberfest

Seit Jahren zieht das beliebte Volksfest Tausende Menschen nach München. Die Theresienwiese wird zu einem Zeltlager, geschmückt mit Bierzelten, Karussells, Fressbuden und vielen weiteren Attraktionen. Die Zahl der Menschen steigt in diesen zwei Wochen um satte 450%. Zeit, um die Hotelpreise höher anzuziehen!

Gestohlene Andenken

Und nicht zu vergessen: Die Bierpreise. 6,5 Millionen Liter Bier werden hier getrunken – das sind im Vergleich 153 Swimmingpools. Und weil das Oktoberfest nicht in Vergessenheit geraten soll, möchten möglichst viele Besucher ein Andenken mit nach Hause nehmen.

Was passt da wohl besser als ein Maßkrug? Das dachten sich auch viele andere Gäste, sodass im Jahr 2014 insgesamt 112.000 Krüge nun ja – gestohlen worden sind. Da fragt man sich ehrlich gesagt, warum? Obwohl – wenn man bedenkt, dass sowohl die Bierpreise als auch die Hotelpreise bezahlt werden müssen, kann ein Krug Bier am Oktoberfest das Budget schon mal sprengen.

Das Rote Kreuz hilft mit Bananen

Gut, dass die Kellner in den Zelten immer einen Blick auf die Maßkrüge haben. 18 Bierkrüge zu Tragen erfordert nämlich Höchstleistungen. Immerhin sind das etwas mehr als 40 kg. Doch wie wir alle wissen, ist Trinken bekanntlich einfacher als Schleppen. Das sehen das „Wiesntaxi“, der „Gelbe Sarg“ und auch die „Banane“ etwas anders. So werden übrigens die Tragen des Roten Kreuzs genannt, mit denen die Alkoholleichen und Verletzte abtransportiert werden. Damit Schaulustige nicht durch ihre Neugierde den Weg versperren, werden die Transportierten mit einer gelben Plane geschützt. Kritische Wiesn-Besucher könnten sich jetzt fragen, ob dies die richtige Farbe sei, um KEINE Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Neues Wiesn-Vokabular

Erich Kiesl, der damalige Oberbürgermeister, hat im Jahr 1978 auch etwas zum Thema Aufmerksamkeit beigetragen. Statt beim Anzapfen das berühmt berüchtige „O‘zapf is“ in die Menge zu rufen, kam ein „I‘zapft os“ heraus – da hat wohl jemand die Vokale vertauscht und eventuell auch das Glas Wasser mit dem Krug Bier.

Wer Bierkrüge klaut, dem wird Bier geklaut

„O‘zapf is“, was so viel heißt wie „Es ist angezapft“, ist der Beginn des großartigen Volksfestes und spiegelt die Eröffnungszeremonie wider.

 

Sobald der erste Stich vollzogen ist, geht es los. Ein Bier nach dem anderen wird in Rekordtempo gezapft. Kein Wunder, dass die Thekenbedienung nicht die Zeit hat, jedes Maß auf die Vollständigkeit zu überprüfen. Laut den zuständigen Behörden wird ein Unterschank von 0,1 Litern erlaubt. Ein schlauer Schachzug, wenn man bedenkt, dass bei einem durchschnittlichem Maßpreis von 10,80 € ein Unterschank von 0,1 Liter etwas mehr als einen Euro Plus ausmacht. Bei sechs Millionen Besuchern ein klarer Gewinn von sechs Millionen Euro.

Bitte das Christentum nicht vergessen

Ein weiterer, etwas kurioser Fakt ist das Beten im Bierzelt. Nicht etwa, um am nächste Tag dem Kater zu entgehen, sondern um Schaustellerkinder zu taufen und viele Jahre später zu firmen. Der erste Gottesdienst fand im Jahr 1956 statt. Eine alte Tradition, die sich bis heute gehalten hat.

Was muss, das muss!

Auch die Blasentauglichkeit sollte überprüft und dementsprechend trainiert werden! Sobald man nämlich einmal seine Blase entleert hat, kann sich direkt wieder hinten an die Schlange gestellt werden. Und je später es wird, umso länger wird auch die Schlange, denn das Bier möchte raus – ob oben oder unten. Auch gut zu wissen: Wildpinklern wird beim Erwischen ein Ordnungsgeld zwischen 20 und 100 Euro aufgezwungen.

Krabbelviecher im Fundbüro

Gut wäre es in dem Moment, sein Portemonnaie dabei zu haben und falls nicht, hilft ein Besuch beim Fundbüro des Oktoberfestes in München. Im Jahr 2011 wurden hier nämlich sage und schreibe 4750 Fundstücke abgegeben. Dazu zählen 1300 Kleidungsstücke, 1045 Ausweise, 520 Geldbeutel, 425 Schlüssel, 390 Handys und sogar zwei Krücken. Das Skurrilste jedoch war die acht Zentimeter große Blattheuschrecke, die wohl behütet im Fundbüro abgegeben wurde. Vielleicht sollten die Veranstalter in Betracht ziehen, ein mobiles Tierheimzelt einzubinden? Nun, das Oktoberfest wird uns auch in Zukunft noch viel Freude bringen, ob dies durch kuriose Fundstücke, zu viel Bier oder das wirklich schwierige Vokabular sein wird - wir lassen uns doch gerne überraschen, oder?

Die Wiesn für Anfänger – das Wörterbuch!

Schmankerl Ein Liter Bier
Noargerl Der letzte Schluck im Bierkrug
(Tipp: diesen nicht trinken. Ansonsten gilt man als ein "Noargerlzuzla" - jemand der Reste aus dem Glas trinkt)
A Hendl Ein Brathähnchen
A Brezn Eine Laugen-Berzel
Steckerlfisch Ein gebratener Fisch auf einem Stock
Suri Rausch
Schbeib'm sich übergeben
Obandeln flirten
Griasdi oder Griasgott Hallo, guten Tag!
Busserl Küsse, Schmatzer
Schnacksln Sex
Gaudi Spaß
Geh weida Das ist doch nicht Euer Ernst!
Zupf di! / Schleich di! Hau ab!
Heisl Toilette
Bieseln Auf Toilette müssen

 

Interessante Info
Und wenn Ihr diese Vokabeln drauf habt, seid Ihr startklar für die Wiesn 2018! Und nicht vergessen: „Liaba an Bauch vom Saufa, ois an Buckl vom Arbatn.” = „Lieber ein Bauch vom Trinken, als einen Buckel vom Arbeiten.”